4. Dezember 2023

ROOF of Africa 2023: 8. Sieg und 70% Ausfälle!

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Die Roof of Africa ist sicherlich kein Zuckerschlecken, wie allgemein bekannt ist und sie ist nach wie vor die Mutter des Hardenduros. Schade, dass nur weniger der Profis aus der Hardenduro-WM den Weg nach Südafrika gefunden haben. Natürlich steht dem die aktuelle SuperEnduro Weltmeisterschaft entgegen. Denn niemand möchte durch eine mögliche Verletzung bei der Roof die weitere Teilnahme bei der Indoor-WM riskieren.

Dennoch ist die Teilnehmerliste alles andere als harmlos. Wade Young ist natürlich der Mann, gefolgt von Matthew Green, James Moore, Brett Swanepoel, über Cody Webb aus den USA bis hin zu Travis Teasdale. Ebenfalls in dieser Top-Kategorie (Gold) ist der Japaner Kosuke Monna zu finden. Mit 38 Startern ist die Gold-Klasse doch recht gut bestückt, wenn man bedenkt, dass insgesamt 458 Piloten am Start waren. Und das war noch nicht alles, denn Fahrer aus Island, Swaziland, Österreich, Holland, Fijii, Namibia, Australien, Kenia und England haben ebenfalls die weite Reise zur Roof of Afrcia auf sich genommen.

Aus Deutschland waren folgenden Fahrer am Start:

Paul Krenz #373 Bronze – 26. Platz
Stefan Kroeger #397 Bronze – 31. Platz
Benjamin Waldszus #402 Bronze – 67. Platz
Holger Dettmann #431 Bronze – 101. Platz
Maximilian Schröder #158 Silber – am 2. Tag nicht mehr in Wertung

Brutale Temperaturen waren natürlich für die Einheimischen nicht das große Problem, sondern schon eher für die Auswärtigen, die sich zwanghaft versuchten daran zu gewöhnen. Denn dazu kamen noch ordentliche Höhen im Königreich der Berge Lesotho. Das forderte natürlich seinen Tribut, so dass zahlreiche Fahrer wegen Dehydrierung und Hitzeerschöpfung aufgeben mussten.

Nur einer ließ sich weder von der Hitze noch der starken Konkurrenz in Form von Cody Webb, Matt Green oder Brett Swanepoel beeindrucken und machte einfach sein Ding. Wade Young auf seiner Sherco, der sich nun den insgesamt 8. Sieg bei der Roof sicherte – was für eine historische Leistung, die der sympathischen Sherco-Werkfahrer hier ablieferte.

Der Sieg von Wade beim Round-the-Houses am ersten Tag, gefolgt von einem anspruchsvollen Zeitfahren sorgten bereits für ein 25 minütiges Zeitpolster auf die Konkurrenz.

Weniger souverän, was das Race für Brett Swanepoel, der bereits am Start 20 Minuten liegen gelassen hatte, da er zunächst einen Defekt beheben musste. Gefolgt von einem Sturz, der eine gebrochene Zehe nach sich zog und um noch eins draufzusetzen, ein Frontalzusammenstoß mit einem Adventure-Bike. Mehr braucht man wohl nicht sagen, wenn er es dann noch auf das Podest schafft – Hut ab!

Der zweite Fahrtag war eine sehr taktische Angelegenheit. Denn Wade Young hatte genügend Vorsprung, um sich nicht an der Spitze total zu verausgaben. Denn die 17-jährige Sensation James Moore fuhr wie von Sinnen an diesem Tag und holte die Bestzeit.

Wade Young: „Der letzte Anstieg am ersten Tag hat die meisten Fahrer kaputt gemacht und das hat mir geholfen meinen Vorsprung auszubauen, den ich mir hart erarbeitet hatte. Ich hatte heute am Samstag nicht den besten Tag, aber ich habe trotzdem so viel Druck gemacht, wie ich konnte und ich bin froh, dass es für den Sieg gereicht hat. Ich muss sagen, dass ich in meiner gesamten Karriere noch nie so müde am Ende eines Rennens war. Die Tage waren einfach so lang und die Hitze machte es nur noch schlimmer.“

Bilder: Roof of Africa